24 April 2018

Umeko, i made my clothes...

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit BPatterns & enthält Werbelinks. Die Schnitte wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Fünf Jahre ist es bereits her das in Bangladesh die  achtstöckige Textilfabrik Rana-Plaza brannte & einstürzte, mehr als 1000 Tote gab es damals.

Seither scheint sich einiges geändert zu haben, die Augen der Menschen, der Industrie wurden geöffnet, im wahrsten Sinnes des Wortes man konnte plötzlich sehen, wie skandalös die Produktionsbedingungen waren.


Nachzulesen ist heute das es rechtsverbindliche Abkommen gibt für Brandschutz und Gebäudesicherheit. Es wurden wohl mehr als 1800 Fabriken kontrolliert, Mängel behoben & auch geschlossen. Angeblich gibt es in vielen Fabriken keine Kinder- oder Zwangsarbeit mehr.

Allerdings bleibt ein großens Problem -> der Preisdruck. 
Zwar wurde ein Mindestlohn eingeführt (etwa 51€) von dem zu Leben immernoch sehr schwer ist.
Im Moment fehlen verbindliche Regeln für den Textilexport. Es muss Druck von uns kommen. Wir Konsumenten haben den Auftrag den Blick darauf zu richten  nicht zu akzeptieren das ein ein T-Shirt aus angeblicher Biobaumwolle nur 1,99€ kostet und das ich dann in einer großen Plastiktüte nachhause trage.


Seit ich vor 3 Jahren bei mamimade auf This is not Okay gestoßen bin, hat sich bei mir, in meinem kleinen Kosmos einiges verändert.
(Susanne hatte damals eine  Großartige Aktion  ins Leben gerufen - einen Protestkatalog - grandios, mehr als 300 Frauen hatten sich beteiligt. In der Sidebar ist er zum anschauen verlinkt! Es lohnt sich unbedingt)
Ich nähe meine Kleidung, fast, komplett selbst.
Sogar eine Jeans hab ich geschafft. Nein, ich kann nicht immer garantieren das die Stoffe die ich verwende garantiert einwandfrei hergestellt wurden. Jedoch gibt es mittlerweile einige Anbieter die gerade darauf achten! Für mich ist es der richtige Weg, ich nähe viel, versuche dafür das wenige was ich brauche überlegt einzukaufen, deutlich bewusster. Im übrigen auch gerne Second Hand.

In dieser Woche läuft die Fashion Revolution Week mit verschiedenen Aktionen z.B. #whomademademyclothes & #imademyclothes

Es geht um mehr Aufmerksamkeit für eine faire und nachhaltige Produktion von Kleidung und Accessoires, das hat sich die Fashion Revolution Week zum Ziel gesetzt.

Einen tollen, übersichtlichen Beitrag zum Thema gibt es bei Julia aka Natürlich selbstgemacht.



Umeko die Jerseybluse...

... mein neuester Streich nach einem neuen Schnitt von BPatterns. 
Vernäht habe ich für Umeko das erste mal Modal ( Stofflexikon & Greenpeace Magazin). Ein sehr angenehmes Material, kühl, glatt & leicht.
Verliebt habe ich mich in diesen schönen Streifenstoff als ich Lara im März in ihrem Laden 1000Stoff in Berlin besucht habe.


Die Jerseybluse kann in verschiedenen Variationen genäht werden z.B. Lang- oder Kurzarm, Manschette mit  Schlitz, Knopf oder ohne, Kellerfalte im Rücken,... .
Besonders gefallen hat mir auf Anhieb der besondere Ausschnitt & Kragen von Umeko.

Meine Umeko

Meine Variante habe ich recht einfach gehalten, ich finde der Streifenstoff macht schon recht viel her.
Langarm mit Manschette, ohne Kellerfalte.
Meine übliche Größe 40 habe ich hier wegen meiner Hüfte gewählt. Obenherum wäre sicherlich auch eine Nummer kleiner ausreichend gewesen.



Wusstest du eigentlich das auch Vlieseline eine Fadenlaufrichtung hat? Mir war das bisher nicht bewusst & habe prompt in falscher Richtung zugeschnitten, leider ist sie dann nicht dehnbar und das ist wichtig gerade beim Kragen!


Fazit: Umeko ist eine sehr angenehm zu tragende Bluse die durch ihre besondere Schnittführung ganz schön was hermacht. Ingrid´s E-Book ist ausführlich geschrieben mit Tipps z.B. zur Schnittmusteranpassung.



Habt's fein

Anke


Schnitt: Jerseybluse Umeko_B von BPatterns
Materialkosten:17,90m plus Druckknöpfe
Zeit: 3h



Kommentare:

  1. Deine Bluse ist super schön geworden!
    Liebe Grüße,
    Lee

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  2. Jeder Satz der zu diesem Thema geschrieben und auch gelesen wird ist wichtig. Neben der Ausbeutung tausender von Menschen kommt es durch das Verhalten der modeherstellenden Industrie (mehrere Kollektionen pro Jahr, Sachen die nur wenige Wäschen überstehen etc.) in einem übergroßen Maß zu Ressourcenverschwendung und Ausbeutung unserer Umwelt. Das kann doch keiner wollen - aber die coolen Modellfotos in schwarz-weiss bei H&M und Primark (stellvertretend für viele mehr) täuschen über die Realität, die dahintersteht hinweg.

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  3. Schön ist deine Bluse. Grad mit den zwei verschiedenfarbigen SToffen.
    Lg Iris

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  4. eine wirklich tolle Bluse, grad auch mit dem Mustermix.
    lg
    molli

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